Reusch Winter Stories
20.01.2025
LUCAS BRAATHEN: "ICH MÖCHTE DIE MENSCHEN ERMUTIGEN, IHREN TRÄUMEN ZU FOLGEN"
Lucas Pinheiro Braathen vertraut auch bei seiner Rückkehr in den Weltcup auf die Racing-Handschuhe von Reusch.
Das Team des Handschuhspezialisten hat ihn exklusiv zum Interview getroffen.
Reusch: Lucas, du hast diesen Sommer viele Orte und Länder bereist; du warst unter anderem in Neuseeland. Wie gefällt es dir, so viel unterwegs zu sein?
Lucas: Ehrlich gesagt - ich liebe es.
Für mich gibt es nichts Schöneres, als ständig neue Dinge zu sehen und zu erleben und mich von meiner Umgebung inspirieren zu lassen. Ich kann die Inspiration, die ich auf meinen Reisen sammle, in kreative Projekte und sportliche Leistungen umwandeln. Das wiederum kann hoffentlich auch andere inspirieren. Ich finde, das ist das Schönste an meinem Lebensstil.
Du wirst in der kommenden Saison für Brasilien antreten und vielleicht den ersten Weltcupsieg für das Land einfahren. Was hat dich zu dem Schritt bewogen, das Nationalteam zu wechseln?
Lucas: Es war keine leichte Entscheidung, mein norwegisches Team zu verlassen und nicht mehr mit den Leuten zu trainieren, mit denen ich so viel Zeit verbracht habe, seit ich es mit 18 Jahren in die Nationalmannschaft geschafft habe. Stell dir vor, was wir alles zusammen erlebt haben! Aber am Ende des Tages war es die richtige Entscheidung für mich. Ich habe mein ganzes Leben lang darauf hingearbeitet, meine Träume zu verwirklichen. Ich musste diese Veränderung vornehmen, um auf diesem Weg weitergehen zu können.
Ich bin hier, um einen Unterschied zu machen, der über den Skisport hinausgeht. Man kann mich dafür lieben oder hassen – das ist in Ordnung für mich. Ich möchte mir selbst treu bleiben, und es liegt an den anderen, ob es ihnen gefällt oder nicht. In Brasilien habe ich meine Liebe zum Sport entdeckt - beim Fußballspielen auf den Straßen von São Paulo mit meiner Familie, meinen Freunden und Nachbarn.
Jetzt habe ich die Chance, die Flagge Brasiliens in einer Sportart auf das Podium zu bringen, in der sie bisher noch nicht zu sehen war. Ich habe das Gefühl, dass diese Gelegenheit mein größtes Ziel widerspiegelt: Menschen zu inspirieren und zu ermutigen, sich zu trauen, ihre Träume zu verfolgen, egal woher sie kommen oder wie sie aussehen. Ich bin sehr stolz auf meine Mission. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um den Erfolg zu erreichen, den ich anstrebe, um einen Unterschied zu machen.
Wie hat Brasilien, ein Land, das eher für Fußball bekannt ist, deine Skikarriere beeinflusst?
Lucas: Wie gesagt, habe ich meine Liebe zum Sport beim Fußball in São Paulo mit Freunden und Familie entdeckt. Fußball hat mir die wahre Liebe zum Sport gezeigt, nämlich Spaß zu haben und gleichzeitig zu versuchen, jedes Mal eine bessere Version von dir selbst zu sein, wenn du auf den Platz - oder in meinem Fall auf die Piste - zurückkehrst.
Lucas verbringt seine freie Zeit nicht nur mit Reisen, sondern findet auch die Zeit, zahlreiche kreative Projekte zu verfolgen. Dem Druck des Leistungssports begegnet er mit einer inspirierenden Leichtigkeit und scheint daraus sogar Kraft und Kreativität zu schöpfen.
Du bist dafür bekannt, dass du dich durch deinen eigenen Stil ausdrückst. Welche Bedeutung hat Mode für dich?
Lucas: Für mich ist Sport in seiner reinsten Form Kunst. Es ist ein Raum, in dem ich mich ausdrücken kann. Die Kreativwelt wird zu den Menschen, bei denen ich mich zurückziehen kann, um das Gleichgewicht in meinem Leben aufrechtzuerhalten, das ich gefunden habe. Der Unterschied zwischen zum Sport liegt darin, dass die kreative Welt eine subjektiv ist – hier wird meine Leistung nicht anhand von Hundertstelsekunden, Statistiken oder Daten gemessen. Es gibt keine Regeln oder Einschränkungen. Es ist die perfekte Spielwiese, um zu zeigen, wer du wirklich bist, und um die Leute dazu anzuregen, um die Ecke zu denken. Das begeistert mich.
Apropos Rennen, wie gehst du mit dem Druck des Leistungssports um?
Lucas: Ich habe viele Bewältigungsstrategien, um mit Druck umzugehen. Manche sind mühelos umzusetzen, andere habe ich lernen müssen. Ich finde, das ist der schwierigste, aber auch einer der schönsten Aspekte des Sports. Es ist ein Gefühl, das schwer zu beschreiben ist. Nur so viele Menschen können sich ihm stellen und vor Zehntausenden Menschen genau dann die Leistung zu bringen, wenn es wirklich darauf ankommt. Das ist es, was den Sport zur Kunst macht. Ich versuche, Druck nur mit konstruktiver und liebevoller Energie zu begegnen.
Eine letzte Frage zum Schluss: Was ist dein größtes Ziel beim Skifahren?
Lucas: Mein größtes Ziel ist es, andere zu ermutigen, sich zu trauen, ihren Träumen zu folgen, was auch immer diese sein mögen. Ich möchte meine Theorie von Erfolg und Glück teilen und das mit einem Sieg unter Beweis stellen. Auf diese Weise kann ich etwas bewirken.
Ein kleiner Tipp für alle, die die Worldcup-Rennen verfolgen: Schaut genau auf meine Handschuhe!
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